Jubiläumsschützenfest

 10 Jahre I. Kompanie Jubiläums-Schützenfest am 17. April 2010

Sehr zufrieden, ziemlich müde, aber auch ein wenig traurig blickte das noch etwa 25-Mann starke Aufräumkommando am Sonntagmorgen auf unser Jubiläumsfest anlässlich unseres zehnjährigen Bestehens zurück. Dass wir ein einmaliges Fest mit grandioser Stimmung erlebt hatten, darüber waren sich alle einig.

Aufbauen am Freitag

Schon am frühen Freitagmorgen trafen wir uns am Festzelt, um die aufwendigen, monatelangen Vorbereitungen nun endlich abzuschließen. Die Vorfreude war den rund 30 jungen Schützenbrüdern schon anzumerken. DSC_7097 Gemäß dem Arbeitsplan wurden die Flaggen gehisst, der Bohlensteg aufgebaut und das Zelt geschmückt. Auch die Festplätze abseits des Geschehens, die Rennbahn der Familie Ahlmann und der Hof Beckmann, wurden festlich hergerichtet. Zur Stärkung kehrten wir zur Mittagsstunde in die Gaststätte „Zum Schwatten Jans“. Franz Vortmann hatte sich am Hühnerstall bedient und reichlich „Strammen Max“ aufgetischt. DSC_7105 Nach getaner Arbeit warteten wir bereits auf unseren General Hans Schemberg, der stellvertretend für unseren Protektor Hubert Schulte-Kemper das Festzelt abnahm. Angesichts des prachtvollen Zeltes und wohl auch der großen Zahl an Helfern zeigte sich der General zufrieden und stolz. Bei Fleischwurstbrötchen und dem wohlverdienten kalten Bier ließen wir den Tag vor dem großen Fest traditionell gemütlich ausklingen.

Vogelschießen am Samstagmorgen

DSC_7212Nachdem einige Schützenbrüder Alt-Marl und Marl-Frentrop lautstark mit Schiffshorn und Marschmusik geweckt hatten, versammelten wir uns gegen elf am Festzelt, um mit dem Vogelschießen zu beginnen.  Unser Unteroffizier und Fahnenoffizier der Reserve Nico Thalheim zielte genau und holte den kleinen Holzvogel mit einem satten Schuss von der Stange.

Besonders schön, da Nico seit der Kompaniegründung zu den aktivsten Mitgliedern zählt. Nach dem obligatorischen Triumphmarsch zum Thron machte sich die I. Kompanie in musikalischer Begleitung des Frentroper Spielleutecorps auf den Weg zum Hof Beckmann.

Andacht auf dem Hof Beckmann

DSC_7350Die I. Kompanie hatte sich bewusst dafür entscheiden, den offiziellen Teil des Jubiläumsfestes mit einer Andacht zu eröffnen. Schließlich ist es uns ein Anliegen, die besondere Tradition des Frentroper Schützenlebens im Sinne unserer Väter, Großväter, gar unserer Urgroßväter zu wahren.

Der feierlichen, gut halbstündigen Andacht mit dem Alt-Marler Pfarrer Thomas Hüwe folgte der Abmarsch zur Rennbahn der Familie Ahlmann im Herzen von Frentrop, an der bereits zahlreiche Schützen der geladenen Gastvereine auf uns warteten.

Nachdem unseren Gästen ausreichend Gelegenheit gegeben worden war, sich mit kühlem Bier zu erfrischen, gab unser Oberst Huber Siepenkötter schließlich das Kommando zum Antreten. Es war zweifelsohne ein beeindruckendes Bild: sämtliche Schützenvereine der Marler Arbeitsgemeinschaft sowie unser Bruderverein aus Altendorf-Ulfkotte waren mit zahlreichen Schützen angetreten und füllten die große Wiese.

Am Festzelt stellte sich eine gemütliche und feierliche Atmosphäre ein, die ihren Höhepunkt in der offiziellen Krönung unseres Jubiläumskönigs fand. Jubiläumskönig Nico hatte seine charmante Freundin Christina an seiner Seite.

Das anschließende gemütliche Beisammensein der Vereine im Festzelt stand ganz im Zeichen der Musik: Zum einen gab der geladene Spielmannszug aus Bocholt-Barlo einiges zum Besten, zum anderen gaben die Jungschützen aus Altendorf-Ulfkotte und aus Frentrop ihr Bestes.

Festball am Abend

Der Festball am Abend begann um 20:00 Uhr. Rolf Heuser gratulierte der I. Kompanie im Namen aller Marler Schützenvereine als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft zum Jubiläum und überreichte der Kompanieführung einen eigens angefertigten Wimpel, der seitdem die Kompaniefahne schmückt. Nach Throntanz und Fahnenausmarsch war die Tanzfläche endgültig freigegeben. Die Partyband Mainstreet machte ihrem Namen alle Ehre und legte sich ebenso wie gut 1800 Gäste mächtig ins Zeug.  Erst weit nach drei Uhr leerte sich das Festzelt langsam. Neben dem Festwirt Wenzel Schwering, der sich über ein fantastisches Fest freute, war auch die Laune der Frentroper Jungschützen bestens. Ein knappes Jahr hatten sie ihr Jubiläumsfest geplant und vorbereitet, einen Tag hatten sie sich und allen Gästen ein rauschendes Fest bieten können.

Einen großen Dank richten wir an alle Helfer und Sponsoren, die durch ihr Engagement ein Jubiläumsfest in dieser Art und Weise erst ermöglicht haben.